Patinierter Schildbuckel für Wikingerschilde, 21,5 cm
Patinierter Schildbuckel für Wikingerschilde, 21,5 cm.
Baust du einen eigenen Wikingerschild, restaurierst du eine ältere Ausrüstung oder suchst du einen robusten Schildbuckel für den Schaukampf? Dieser stählerne Schildboss schützt die Hand am mittleren Schildgriff und verleiht dem Schild zugleich eine glaubwürdige frühmittelalterliche Optik. Er besteht aus etwa 1,8 mm starkem Baustahl, besitzt eine unregelmäßige grau-schwarze Patina und ist für die Befestigung mit sechs Nieten vorbereitet. Der Gesamtdurchmesser von 21,5 cm und der etwa 15 cm breite Innenraum bieten ausreichend Platz für eine behandschuhte Hand.
Stählerner Schildboss für funktionsfähige Rundschilde
Der Schildbuckel besteht aus einer flachen halbkugelförmigen Kuppel, einem breiten Befestigungsrand und sechs gleichmäßig verteilten Montagelöchern. Die gewölbte Kuppel wird über der Handöffnung in der Mitte des Schildbrettes angebracht. Die Hand liegt dadurch geschützt hinter dem Stahl, während sie den quer über die Rückseite verlaufenden Mittelgriff umfasst.
Die gewölbte Form kann schräg auftreffende Schläge seitlich ableiten und erschwert ein direktes Eindringen zur Hand. Der breite Rand verteilt die Belastung auf eine größere Fläche des hölzernen Schildkörpers. Zum Lieferumfang gehören sechs Nieten und sechs Unterlegscheiben, sodass das grundlegende Befestigungsmaterial bereits vorhanden ist.
Authentische Patina mit individueller Struktur
Die Oberfläche zeigt eine unregelmäßige graue bis dunkelgraue Patina mit wolkiger, an Zunder erinnernder Zeichnung. Jeder Wikinger-Schildbuckel besitzt dadurch einen leicht individuellen Charakter und passt zu frühmittelalterlicher, wikingerzeitlicher und fantastischer Ausrüstung. Die Patina reduziert den modernen Glanz von neuem Stahl, ersetzt jedoch keinen dauerhaften Korrosionsschutz. Eine regelmäßige Behandlung mit Öl bleibt erforderlich.
Schildbuckel in Wikingerzeit und Frühmittelalter
Schildbuckel wurden bereits in der Eisenzeit verwendet und blieben während des gesamten Frühmittelalters ein wichtiges Element europäischer Schilde. Besonders charakteristisch sind sie für wikingerzeitliche Rundschilde des 8.–11. Jahrhunderts. Diese besaßen in der Mitte eine Handöffnung und wurden an einem quer verlaufenden Griff hinter dem Schildbuckel gehalten.
Der Schildboss schützte in erster Linie die Hand und verstärkte den stark beanspruchten Mittelpunkt des Schildes. Ein Rundschild war jedoch nicht nur eine passive Deckung. Er konnte gedreht und vorgeschoben werden, um eine gegnerische Waffe abzulenken, Distanz zu schaffen oder das Gleichgewicht des Gegners zu stören. Verwende beim heutigen Schaukampf ausschließlich Techniken, die nach den Regeln des Veranstalters und für die vorhandene Schutzausrüstung zugelassen sind.
Bei archäologischen Ausgrabungen bleiben häufig die eisernen Schildbuckel erhalten, während vom hölzernen Schildkörper nur Fragmente oder keinerlei Reste überdauert haben. Form, Maße und Konstruktion des Buckels liefern daher wichtige Hinweise für die Rekonstruktion frühmittelalterlicher Schilde. Dieses Modell ist allgemein von wikingerzeitlichen und mittelalterlichen Vorbildern inspiriert, stellt aber keine exakte Kopie eines einzelnen Fundstücks dar.
Montage des Schildbuckels
Markiere zunächst die Mitte des Schildbrettes und schneide eine ausreichend große Handöffnung aus. Die Öffnung muss kleiner als der Befestigungsrand des Schildbuckels bleiben.
Lege den Schildboss auf die Vorderseite und richte ihn genau über der Handöffnung aus.
Übertrage die Position der sechs vorhandenen Löcher und bohre das Schildbrett mit einem passenden Bohrer.
Setze die Nieten von der Vorderseite ein, sodass ihre gewölbten Köpfe sauber am Rand des Schildbuckels anliegen.
Schiebe auf der Rückseite die Unterlegscheiben auf und verniete die überstehenden Enden schrittweise.
Stütze den Kopf jeder Niete auf einer festen Unterlage ab und arbeite gleichmäßig, damit sich der Rand nicht verzieht.
Prüfe nach der Montage, ob auf der Rückseite scharfe Kanten oder Spitzen hervorstehen.
Trage beim Bohren, Schneiden und Vernieten eine Schutzbrille sowie geeignete Arbeitshandschuhe und sichere das Werkstück gegen Verrutschen. Wenn dir die Erfahrung beim Vernieten fehlt, empfehlen wir dir, die Endmontage von einem erfahrenen Handwerker durchführen zu lassen.
Technische Daten:
Merkmal Angabe
Produkttyp Schildbuckel, Schildboss und Umbo
Material Baustahl
Materialstärke Ca. 1,8 mm, entspricht ungefähr 14 Gauge
Oberfläche Unregelmäßig patinierte Stahloberfläche
Gesamtdurchmesser Ca. 21,5 cm
Innendurchmesser der Kuppel Ca. 15 cm
Tiefe der Kuppel Ca. 5 cm
Anzahl der Montagelöcher 6
Gewicht Ca. 650 g
Geeignet für Wikinger- und Mittelalter-Rundschilde, Reenactment, Schaukampf, LARP und Dekorationsprojekte
Ausführung Bei fachgerechter Montage für den Kontaktgebrauch vorgesehen
Lieferumfang 1 Schildbuckel, 6 Nieten und 6 Unterlegscheiben
Durch die handwerkliche Bearbeitung und die unregelmäßige Patinierung können Maße, Gewicht, Farbton, Oberflächenzeichnung und kleine Bearbeitungsspuren von Exemplar zu Exemplar geringfügig abweichen.
Pflege und sichere Verwendung
Wische vor der Montage überschüssiges Transport- oder Konservierungsöl mit einem weichen Tuch ab.
Entferne nach jedem Gebrauch Schmutz, Schweiß und Feuchtigkeit und trockne den Schildbuckel gründlich.
Behandle den Stahl regelmäßig mit einer dünnen Schicht Waffenöl, Mineralöl oder einem anderen säurefreien Konservierungsöl.
Lagere den Schild trocken und gut belüftet, nicht direkt auf feuchtem Boden oder in einer nassen Tasche.
Kontrolliere vor jedem Kontaktgebrauch Nieten, Unterlegscheiben, Risse im Holz und mögliche Verformungen des Stahls.
Benutze einen gelockerten, stark verbeulten oder beschädigten Schildbuckel erst nach fachgerechter Reparatur wieder.
Der Befestigungsrand muss vollständig am Schild anliegen und darf keine scharfen Vorsprünge bilden.
Die tatsächliche Belastbarkeit hängt ebenso vom Schildbrett, vom Griff, von den Nieten und von der Qualität der Montage ab.
Verwende den Schildbuckel nicht als Kochgeschirr, Servierschale oder improvisiertes Schlagwerkzeug außerhalb eines geregelten Schaukampfes.
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